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Rote Beete

Rote Beete

Mögen Sie Rote Beete? Wenn nicht, dann lesen Sie jetzt bitte trotzdem weiter! Denn auch, wenn Sie noch nicht auf den Geschmack gekommen sind, sollten Sie die heimische Power-Rübe unbedingt näher kennenlernen.

Rote Beete, auch Rote Rübe genannt, ist eine Zuchtform der Gemeinen Rübe (Beta vulgaris). Ihren Ursprung hat sie im Mittelmeerraum und kam vermutlich mit den Römern zu uns nach Mitteleuropa. Zum Glück, denn wie viele andere Wurzelgemüse lässt sie sich auch in ungünstigen Lagen gut kultivieren, erhebt keine besonderen Ansprüche an den Boden und kann über die Wintermonate hinweg gelagert werden.

Von Purpurrot bis geringelt

Die meisten Sorten sind intensiv rot, aber es gibt auch gelbe, weiße und wunderschöne geringelte Varianten, bei der sich weiße und rosarote Ringe abwechseln. Saison haben die Beeten von September bis März Saison. Erste frühe Sorten werden bei uns sogar bereits im Spätsommer geerntet. Wie Mangold, Quinoa, Amaranth und Spinat werden auch die Beeten der Familie der Fuchsschwanzgewächse zugeordnet. Eine Familie mit – zumindest auf den ersten Blick - sehr ungleichen Kindern. Weit verbreitet bei den Fuchsschwanzgewächsen ist das Vorkommen von Betalainen, auf denen auch die intensiv rote Farbe der Roten Beete beruht. Der Naturfarbstoff Betanin (E162) wird häufig zum Färben von Lebensmitteln wie z.B. Erdbeereis oder Pasta verwendet. Auch die Hände kann man bei ihrer Verarbeitung wunderschön einfärben. Aber keine Sorge, Betanin ist wasserlöslich und nicht sehr hitzebeständig. So muss man nicht dauerhaft mit rosa Händen leben, wenn man mal die Handschuhe vergessen hat.

... schon wieder ein Superfood?

Beeten enthalten neben Vitamin B, Kalium, Eisen und Folsäure auch eine ganze Reihe sekundärer Inhaltsstoffe, denen verschiedene gesundheitsförderliche Wirkungen zugeschrieben werden. So wird der regelmäßige Verzehr der Rübchen sowie der daraus hergestellten Produkte häufig mit positiven Auswirkungen auf Blutdruck, Stoffwechsel und Immunsystem in Verbindung gebracht. Wie auch bei anderen Lebensmitteln, die als Superfood beworben werden, sind „super“ Zusammenhänge allerdings oftmals mit isolierten Inhaltsstoffen und unter Laborbedingungen belegbar. Mit welcher Dosis Rote Beete man seiner Gesundheit tatsächlich auf die Sprünge hilft, ist allerdings (wie bei den meisten Lebensmitteln) unklar und hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Dass man sich etwas Gutes tut, wenn hin und wieder roten Rübchen auf dem Teller landen, ist allerdings sehr wahrscheinlich.

Einkauf, Lagerung und Verarbeitung

„Normale“ Rote Rüben – frisch oder vorgegart - erhält man in der Regel im Supermarkt. Für besondere Sorten und Formen sollte man eher auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen stöbern. Auch gilt: Je kleiner, desto zarter. Zu große, dicke Rüben sollte man eher meiden, da diese oftmals recht holzig sind.

Rote Beete kann gut und lang gelagert werden. Wer die Beeten nur ein paar Tage bis Wochen aufbewahren möchte, schlägt diese am Besten in ein Geschirrtuch ein und legt sie ins Gemüsefach des Kühlschranks. Zum Einfrieren ist sie nicht geeignet und sollte daher vorher gegart werden. Dazu kocht man sie am besten geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten ca. 30 Min. leicht bissfest. Abgekühlt kann man sie so in Dosen oder Gefrierbeuteln portionsweise einfrieren. Die traditionellste Lagerung, die auch bei Kartoffeln, Karotten oder anderem Wurzelgemüse seit eh und je zum Tragen kommt, ist das „Einkellern“. Bestenfalls sollte der Ort der Lagerung konstant dunkel und kühl (+/- 6 ° C) sein sowie eine leichte Luftfeuchtigkeit aufweisen.

Dem leicht erdigen Nachgeschmack, aufgrund dessen Beeten oft verschmäht werden, haben sie übrigens vor allem im rohen Zustand. Diesem wirkt man am besten durch Garen, dem Einsatz von Milchprodukten oder würzigen Dressings aus Kräutern und Gewürzen entgegen. Von A wie Aufstrich mit Meerrettich und Rote Beete bis Z wie Ziegenkäse-Rote Beete Türmchen ist nahezu alles möglich. Ihre Blätter gehören übrigens nicht auf den Kompost, sondern ebenfalls auf den Teller. Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen der Blätter übertrifft denen der Rüben um ein Vielfaches. Die wundervollen Rübchen sind unwahrscheinlich wandelbar und können sowohl für herzhafte Suppen, Gemüseeintöpfe oder Salate als auch für Süßspeisen wie Brownies oder Smoothies zum Einsatz kommen.

 


 

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