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Nudelsalat – Eine Philosophie für sich

Nudelsalat – Eine Philosophie für sich

Wer darf wohl auf keinem guten Grillfest, auf keinem Geburtstag und bei keinem Picknick fehlen? Na klar, Nudelsalat!

Nudelsalat geht immer

Die einen lieben ihn klassisch wie bei Oma; mit Erbsen, Schinken und cremiger Mayo. Die anderen schwören auf ein Dressing aus frisch zubereitetem Pesto und buntem Gemüse oder haben noch ganz andere Zutaten in der Hinterhand. Viele bereiten und hüten sogar ein geheimes Familienrezept, welches, gerade wenn´s mal schnell gehen muss, aus dem Hut (Topf) gezaubert wird.

Nudelsalate können in unendlichen Variationen und Kombinationen zubereitet werden und unterscheiden sich nicht nur von Familie zu Familie, sondern auch von Region zu Region und von Land zu Land. Ebenso variieren sie in Aufwand und Raffinesse. Während der eine die Nudeln vom Vortag bloß um zwei bis drei Komponenten ergänzt und einen „In-Null-Komma-Nix-Fertig-Salat“ zaubert, feilt der andere zwei Wochen vor dem Festmahl an seinem Spezial-Rezept mit den exklusivsten Zutaten.

Clever kombiniert – Nudeln haben keine Vorurteile

Nudeln sind genügsam und vertragen sich im Grunde mit allem und jedem. Wer einen Nudelsalat zubereiten möchte, muss sich prinzipiell für drei Basiszutaten entscheiden: Die Nudel, das Dressing sowie eine weitere, wertgebende Komponente (z.B. Fisch, Käse, Grillgemüse), die letztendlich über den Charakter des Salates entscheidet.

Welche Nudel darf es sein?

Im Grunde eignet sich fast jede Nudel um daraus einen köstlichen Salat zu bereiten. Dabei ist es jedoch wichtig, dass sich die Nudeln und die anderen Komponenten gut miteinander vermischen lassen und somit ihren optimalen Geschmack entfalten können. Am besten gelingt dies, wenn die weiteren Zutaten nicht größer sind, als die Nudel selbst.

Kurze Nudeln wie Riebele, Nudelreis oder Gabelspaghetti harmonieren so besonders gut mit kleinen, kurzen oder runden Zutaten wie kleinen Gemüsewürfeln, Erbsen, Schinken- oder Käsestückchen, aber z.B. auch mit Nüssen, Kernen und Meeresfrüchten.

Nudeln mit mittlerer Länge wie Spiralen, Penne oder Hörnchen sind die wohl beliebtesten Salatnudeln. Kein Wunder! Die oftmals gerillte Oberfläche nimmt das Dressing gut auf und sorgt für besten Geschmack. Bei Kindern gelten Motivnudeln wegen ihrer spielerischen Ausformungen und der mundgerechten Größe als die Hauptattraktion auf dem Teller.

Nicht nur Nudeln kurzer und mittlerer Länge eignen sich im Salat. Lange Nudeln wie Spaghetti, Mie Nudeln oder Linguine können ein absoluter Hingucker in jeder Salatschale sein. Wer möchte, kann die Nudeln vor der Zugabe noch etwas kürzen, um auch großen und kleinen „Kleckerern“ den Verzehr zu erleichtern. Kombinieren lassen sich die langen Ausformungen beispielsweise mit gedünsteten Gemüsenudeln z.B. aus Zucchini oder Karotte.

Und, wer hätte es gedacht? Auch Spätzle sind großartige Salatnudeln.

Nichts für Weichlinge - Kalt abschrecken!

Wer einen Nudelsalat zubereitet, sollte die Nudeln abschrecken, damit sie nicht nachgaren und zu weich werden. Bei allen anderen Speisen sollte man Nudeln nicht abschrecken, da durch das kalte Wasser die Stärkeschicht auf den Nudeln abgespült wird. Dies sorgt dann dafür, dass die Nudeln die Sauce nicht mehr so gut aufnehmen können. Eine Ausnahme sind glutenfreie Nudeln, die immer kalt abgeschreckt werden, damit sie nicht so schnell nachgaren.

Ja, tatsächlich ist Nudelsalat eine Philosophie für sich, über welche man Romane schreiben könnte. Das Wichtigste ist jedoch, dass es schmeckt. Daher sollte jeder einfach auf sein Bachgefühl hören und der Kreativität freien Lauf lassen. So entstehen am Ende die Besten Rezepte. Also, los geht´s und guten Appetit!