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Essbare Blüten – farbenfrohe Akzente setzen

Essbare Blüten – farbenfrohe Akzente setzen

Essbare Blüten sind nicht nur der ultimative Hingucker auf dem Teller, sondern bringen ein breites Spektrum an Aromen, von fruchtig-süß bis pfeffrig-scharf, mit sich. Speisen, die liebevoll mit Blüten garniert oder zubereitet wurden, können sich selbst bei der Verwendung einfachster Zutaten zu einem kulinarischen Kunstwerk verwandeln.

Welche Blüten sind essbar?

Die Auswahl an Blüten, welche zum Verzehr geeignet sind, ist groß. Man findet sie nicht nur an einzelnen Blütenpflanzen, sondern auch an Gemüsen, Gehölzen oder Kräutern. Klassische Beispiele sind Bärlauch, Bohnenkraut, Borretsch, Gänseblümchen, Holunder aber auch Kapuzinerkresse, Kornblume, Lavendel, Löwenzahn, Rauke und Rose. Essbar sind zudem auch die Blüten von Ringelblume, Salbei, Schafgarbe, Schlüsselblume, Schnittlauch, Stiefmütterchen, Tagetes, Thymian, Veilchen und Zucchini.

Warum sind Blüten bunt?

Die Farbstoffe der Blüten dienen vor allem der Arterhaltung, indem unter anderen Insekten für die Bestäubung durch die Blütenfarbstoffe angelockt werden. Blaue und rote Farben (z.B. Kornblume und Rose) werden häufig durch Anthocyane hervorgerufen, die im Zellsaft gelöst sind. Gelbe und braune Farben (z.B. Ringelblume) sind oft auf Karotinoide zurückzuführen. Weitere gelbe im Zellsaft gelöste Blütenfarbstoffe (z.B. Kamille) stammen von sogenannten Flavonen.

Sind Blüten gesund?

Essbare Blüten kommen bereits seit über 2.000 Jahren in der Küche, aber auch als Heilmittel zum Einsatz. In vielen Kulturen sind sie mittlerweile in Vergessenheit geraten, in anderen dagegen auch heute noch sehr präsent. Die farbgebenden Inhaltsstoffe, zählen zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Deren antioxidative Wirkung wird häufig mit dem Schutz von Körperzellen in Verbindung gebracht. Die Dosis in den Blüten ist allerdings oft so gering, dass ihre Wirkung geschmacklicher und optischer Natur bleibt. Dieser Effekt ist jedoch gerade bei Erkrankungen mit andauerndem Appetitmangel nicht zu vernachlässigen. Unser Sehsinn hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unsere Ernährung. Intuitiv wählen wir nicht nur Lebensmittel, die uns schmecken, sondern die uns auch optisch gefallen. Was wir sehen beeinflusst unsere Essensauswahl, den Geschmack und sogar das Sättigungsgefühl. Nicht umsonst gibt es das gute alte Sprichwort „Das Auge isst mit“.

Woher bekomme ich essbare Blüten?

Essbare Blüten sind in ausgewählten Feinkost- und Spezialitätenläden erhältlich - dann meist in getrockneter Form. Wer frische Blüten benötigt, lässt diese daher am besten im eigenen Garten gedeihen. Wer sie wild sammelt, sollte dies nicht in der Nähe von Feldern tun, da sie dort mit Pflanzenschutzmitteln belastet sein können. Beim Sammeln sollte man sich immer zu 100 % sicher sein, was im Körbchen landet. Es gibt auch giftige Vertreter, von denen man unbedingt die Finger lassen sollte.

Wie verarbeite ich Blüten?

Frisch am Morgen geerntet sind die Blüten am besten. Wer sie ein paar Stunden lagern möchte, setzt sie in ein kühles Wasserbad oder deckt sie mit einem feuchten Küchenpapier ab. Vor der Verwendung sollte man die Blümchen behutsam putzen und von holzigen Stielen befreien. Gerade gelbe Exemplare sind bei Insekten sehr beliebt, weshalb man diese etwas ausschütteln sollte. Kleine Blüten können als Ganzes verwendet werden, bei den Großen eignen sich eher die vereinzelten Blütenblättchen. Wer länger von der eigenen Ernte zehren möchte, trocknet diese bei Zimmertemperatur und lagert sie anschließend kühl, trocken und lichtgeschützt.

Essbare Blüten eignen sich nicht nur als Garnitur, sondern auch als direkte Speisezutat. Sie lassen sich kandieren, frittieren, in Eiswürfeln gefrieren, für Essig oder Sirup extrahieren oder auch in Teige, Dips oder Cremes hineinmischen. Mit bunten Blüten lassen sich zudem auch Limonaden farbenfroh in Szene setzen.