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Nüsse – Kleine Kraftpakete

Nüsse – Kleine Kraftpakete

Nüsse stecken wie kaum eine andere Lebensmittelgruppe voll von gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Bereits in der Steinzeit wurden Nüsse sehr geschätzt. So stellte die Haselnuss eine unverzichtbare Energiequelle dar, insbesondere weil sie auch gut lagerfähig war. Unter dem Trend der fettreduzierten Ernährung hatte ihr hoher Fettgehalt sie zwischenzeitlich zu einem Schattendasein „verurteilt“, bis US-amerikanische Studien Hinweise auf gesundheitliche Vorteile, bei einem zunehmenden Verzehr von Nüssen lieferten. Was genau führte dazu, dass Haselnuss, Walnuss und Co. trotz ihres hohen Fettgehaltes so einen positiven Wandel vollzogen haben?

Nüsse enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf das Fettsäuremuster im Blut auswirken. Sie senken den Cholesterinspiegel und wirken Verkalkungen der Gefäße entgegen. Die zahlreich enthaltenen Ballaststoffe tragen ebenfalls ihren Teil zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Der durchschnittliche Gehalt pro 100 g entspricht in etwa dem von Weizenvollkornmehl. Mit den enthaltenen B-Vitamine und Mineralstoffe sind zudem ideale Voraussetzungen für volle Denkleistung geschaffen. Entsprechend der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) kann eine der täglichen Obstportionen durch 25 g Nüsse ersetzt werden – vorausgesetzt, sie werden im ursprünglichen Zustand verzehrt, das heißt ohne Salz und Zucker.

Wie so oft gilt aber auch bei den Nüssen „Qualität vor Quantität“. Auch ist Nuss nicht gleich Nuss. Die Cashew, der Kern der Cashewfrucht, enthält zum Beispiel viel Tryptophan, eine Aminosäure, die der Körper zur Produktion des Botenstoffs Serotonin benötigt, der sich positiv auf unsere Stimmung auswirken kann. In Europa findet man heute eine bunte Palette, von Mandeln und Pistazien im Mittelmeerraum bis hin zu Walnüssen in Frankreich. Letztere reift an gigantischen Bäumen von über 30 Metern Höhe, die teilweise mehr als 100 Jahre alt sind. Eine Sonderstellung unter den Nüssen nimmt die Erdnuss ein. Sie ist genau genommen eine Hülsenfrucht. Während sich bei ihren Verwandten Erbse und Linse die Hülsen im Lauf der Zeit öffnen, bohrt sich der Fruchtknoten der Erdnuss in den Boden und reift dort zur Nussfrucht heran.


Tipps rund um die Nuss:

  • Beim Einkauf darauf achten, dass die Nüsse unversehrt und frei von Schimmel sind
  • Möglichst ganze Nüsse kaufen und erst kurz vor der Verarbeitung zerkleinern
  • Nüsse dunkel, kühl, trocken und luftdicht lagern – aufgrund des hohen Fettgehalts werden sie sonst schnell ranzig und nehmen Gerüche aus der Umgebung an
  • Ohne Fettzugabe in einer beschichteten Pfanne geröstet sind Nüsse die ideale aromatische Ergänzung für Salate und Gebäck
  • Helles Nussmus macht Saucen cremig und verleiht ihnen eine besondere Note